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Mein Leben als Störkoch

Vorwort

In meinem Buch erzähle ich Geschichten 
von meinen Erfahrungen als Störkoch und als Jocker in verschiedenen Betrieben.
Leidenschaftlich , lustig, emotional, spannend mit Italienischen Charme
geschrieben.

Einfach zum Lesen.

 

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Inhalt

Vorwort 7
Was ist ein Störkoch? 9
Ich bin der Störkoch »Michelangelo« 11 Kochen aus Leidenschaft und mit Liebe 14 Alles schiefgelaufen 22 Trattoria del Sole 25 The Show must go on 33 Restaurant/Dancing »Déjà-vu« 38 Küchendienst mit Elsa an der Neujahrsorgie 2001 43
Ein Abend im Rest. »Don Magone« 47
Bio-Restaurant im Seminar-Hotel »Haus der Stille« 56
Besuch in der Basilikata 67
Pizzeria D’Angelo 74
Kochkurs bei Herrn Schmidli 79
Hotel »Sonnenstube« 94
Sommergrill-Party 116
Gastronomie – Meinungen und Erfahrungen 124
Nachwort 148
Ein Lebensmotto, das mich beindruckt 150 Besten Dank 152
Anhang: Fünf Lieblingsmenus 153

Kapitel Kochkurs bei Herrn Schmidli

Herr Schmidli rief mich an und sagte, er habe die Empfehlung von seinem Sohn bekommen. Er wollte, dass ich für die ganze Familie und für die Hausdamen bei ihm zu Hause einen Kochkurs gebe.

Den einen Sohn, Martin, kannte ich vom Restaurant »Déjà-vu« als DJ und Partyveranstalter. Vor nicht allzu langer Zeit hatte er mir von seinem neusten Projekt er- zählt. Er hatte ein Lokal gefunden an der Bahnhofstrasse in Zürich, über einem Kleiderladen im fünften Stock. Der Raum diente dem Personal als eine Art Cafeteria. Er hatte mich gefragt, ob ich einmal dieses Lokal be- sichtigen und einen Vorschlag für die Küche machen könnte. Er wollte tagsüber eine Restaurant-Lounge und am Abend einen Club führen. Ich machte für Martin auch die Speisekarte mit Menukalkulation. Den Namen für sein Lokal hatte er auch schon: Restaurant »St. Tro- pez«.

Doch zurück zu Herrn Schmidli senior. Ich wusste, dass er eine Fluggesellschaft besass. Normalerweise machte ich meine Kurse »Kochen im Team« in meinem Kochstudio, einem Personalrestaurant, das ich für einen solchen Abend mietete. Am Störkochen ist schon das Spezielle, die Gäste in ihren eigenen vier Wänden zu verwöhnen, aber Kochkurse zu Hause abzuhalten, war auch noch eine gute Idee.

Eine Birne leuchtete über meinem Kopf auf, wie in den Comics: noch eine Marktlücke. »Kochkurs bei Ihnen

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zu Hause. Schenken Sie Ihren Kindern einen Koch- kurs-Gutschein und wir kochen gemeinsam ein Sechs- Gang-Menu.« In meinen Gedanken blühten Ideen und Träume.

Lass deinen Träumen freien Lauf, versuche sie zu ver- wirklichen, aber sei vorsichtig, damit sie nicht zu Alb- träumen werden.

Mein Vater hatte sicher schon 50 Mal die Geschichte von der Frau Julietta und ihrer Ricotta erzählt. Frau Julietta, eine junge Dame, hatte beim Bauern ein Kilo Ricotta gekauft und sich den in ein Tuch gewickelten Frischkäse auf den Kopf gesetzt. Auf dem Heimweg fing sie an zu träumen: »Ich könnte doch den Ricotta gegen zwei Eier tauschen. Daraus würden zwei Küken schlüp- fen und bald hätte ich eine Hühnerfarm. Diese tausche ich dann gegen zwei weisse Fohlen und züchte Pferde, bis ich eine grosse Farm habe. Dafür kauf ich mir dann ein Haus direkt am Meer mit einem grossen Balkon. Und zu allen, die vorbeikommen, von meinen Freundin- nen bis zum Bürgermeister, sag ich ›Buongiorno!‹ und mache einen Knicks.« Plötzlich erwachte sie aus dem schönen Traum, ihrer grossen Vision. Sie schrie laut in die Landschaft hinaus, der Ricotta stürzte zu Boden, der Traum zerplatzte.

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